Presse 2015

Zweiter Origami-Tag, 5.11.

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Vor 70 Jahren fielen Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki: DorVor 70 Jahren fielen Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki: Dor

Vor 70 Jahren fielen Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki: DorSoester Anzeiger_29.04

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Der Sakura-Chor des Japanischen Clubs Düsseldorf beim Auftritt in der Emmauskirche, Foto: Herrmann

 Fukushima-Kinder können mal durchatmen – | WAZ.de

Weitmar. Benefiz-Konzert in der Emmauskirche mit dem Posaunentrio „Buccinate“ und dem japanischen Sakura-Chor. Erlös fließt in ein Feriencamp in Okinawa.
Kosten spielen bei der Energiewende in Deutschland eine wesentliche Rolle, während der Anlass fast vergessen scheint. In der Emmaus-Kirche wurde der Reaktorkatastrophe von Fukushima gedacht anlässlich des vierten Jahrestages.
Das Posaunentrio „Buccinate“ hatte zum Benefiz-Konzert geladen, mehr als 170 Besucher fanden den Weg ins Gotteshaus an der Karl-Friedrich-Straße. Warum auch vier Jahre später noch jede Hilfe nötig ist, erklärte Musiker Fabian Liedtke. „Die japanische Regierung redet die Lage schön. Dabei können die Kinder in der betroffenen Region noch nicht einmal draußen spielen.“
„Die Gefahr lauert auf allen Ebenen. In der Luft, im Wasser, in der Erde“, führte Horst Schlütermann, der das Projekt „Hilfe für Japan“ ins Leben gerufen hat, aus. So beschreibt die Initiative weiter, dass sich die Dekontamination als schwierig herausstellt, da sich in Japans Norden 42 000 Tonnen verstrahlte Erde, Asche von verbrannten radioaktiven Pflanzen und Schlamm aus den betroffenen Gewässern befinden. Die Verseuchung des Wassers steige sogar täglich an, die Menschen sind unsicher. Doch fliehen, ihre Heimat verlassen, könnten sie nicht.
Dies gilt insbesondere für die Kinder, die seit der Kernschmelze kein normales Leben mehr führen. Daher bietet die Aktion „Hilfe für Japan“ zumindest eine kurzzeitige Auszeit an und gestaltet ab dem 25. März ein Feriencamp in Okinawa für 850 Jugendliche. Dort sollen sie ihr Immunsystem stärken, einmal ohne Mundschutz in der Natur durchatmen können.Das Benefiz-Konzert dient der Mitfinanzierung. Bereits sechs Mal trat das Trio zugunsten des Projekts auf. Rima Ideguchi gehört zum Ensemble, lebt seit 1998 in Deutschland. Sie sagte: „Das Leid der Opfer ist immens. Als Posaunistin kann ich meinen Beitrag zur Unterstützung leisten.“
Rund 10 000 Euro seien auf diesem Weg schon gesammelt worden. In Weitmar-Mark kamen nun noch einmal 2100 Euro hinzu. „Die Zusammenarbeit mit der dortigen Gemeinde hat sich bewährt. Das Gemeindezentrum ist ideal für die Konzerte“, betonte Fabian Liedtke.
Die „Deutsch-Japanische Gesellschaft“ bot fernöstliche Waren zum Kauf an, machte den Tag zu einer thematisch runden Sache. Ebenso wie der japanische Sakura-Chor aus Düsseldorf, der mit seiner Interpretation von „ue o muite arukou“ (Laufen mit dem Blick nach oben) für Gänsehautatmosphäre sorgte. Ein Lied, das seit der Katastrophe immer wieder in Japan gesungen wird, den Menschen Mut machen soll – und daher noch lange nicht verstummen wird.

23.03.2015,  Christopher Becker

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Ruhrnachrichten 6

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