Presse 2019

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Paul-Gerhardt-Kirche Fliederstraße 16 Unna-Königborn I Sonntag, 07. April 2019 I 16:00 bis 18:00 Uhr

Benefiz-Konzert mit der Bigband des Geschwister-Scholl-Gymnasiums und dem Jazzquartett Jazzperiment

von Jürgen Thomas – vom STADTSPIEGEL lokalkompass.de

Das Projekt „Hilfe für Japan“

ist die offizielle Spendenaktion der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund in der Auslandsgesellschaft.de e.V. und hat zum Ziel Fukushima-Kinder zu unterstützen.

Mit einem „Herzlich willkommen“
begrüßte die Leiterin der Bigband des Geschwister-Scholl-Gymnasiums als Mitveranstalter dieses Benefizkonzerts die Besucher. Zum 3. Mal dürfen wir mitwirken für einen guten Zweck. Sie sind gekommen, um ein schönes Konzert zu hören, aber auch um für einen guten Zweck zu spenden und wir sind gerne dabei.

Fukushima hat in besonderer Weise gezeigt, dass die Folgen der menschengemachten Eingriffe in die Natur oft zu Lasten der Unschuldigen gehen, besonders zu Lasten der Kinder, und das ein Leben lang – und darüber hinaus, so Brigitte Schelter.

Mit den Liedern
„Kawa no Nagare no Yō ni” (Wie der Fluss fließt), Nadasōsō (Tränen vergießen) und Warabigami Yamatoguchi (Gott der Kinder) einem traditionellen Lied aus Okanawa vorgetragen von Sachiko Bömer Oshiumi und Kazuyuki Ogimoto am Piano begann das Konzert.

Die Vorsitzende Yoko Schlütermann
der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund  erinnerte an die dreifache Katastrophe – Erdbeben Stärke 9, Tsunami mit bis zu 24m hohen Wellen und die Explosionen von drei Reaktoren des AKWs Fukushima Daiichi vor acht Jahren und das Leid der Kinder. Bis heute sind 272 Schilddrüsenkrebsfälle bei 380.000 Fukushima-Kindern, die damals unter 18 Jahre alt waren, aufgetreten mit steigender Tendenz. Wir wollen unser Projekt „Hilfe für Japan“ für Fukushima-Kinder fortsetzen, damit die Kinder mindestens in den Schulferien auf die 2200km entfernte Insel Okinawa fahren und sich dort in unverdorbener Natur erholen und ihr Immunsystem stärken können.

Zu den 6 Stücken der
Bigband des Geschwister-Scholl Gymnasiums
gehörten beispielsweise auch:
Feeling good in einem Arrangement von Roger Holmes
Für die kurzfristig erkrankte Sängerin wurde das Stück als Instrumentalversion präsentiert. Die Rolle der Stimmführung hat Luis Siegert mit dem Altsaxofon übernommen.
Vehicle, passenderweise arr. von Ralph Ford
ist ein Vokalstück der amerikanischen Rockgruppe The Ides of March für ihr erstes Studioalbum 1970. Der Sänger Jim Peterik schrieb es aus Frust über ein Mädchen, das ihn entgegen seinen Vorstellungen offensichtlich nur als Fahrgelegenheit ernst nahm. Am Ende war aber nicht nur der Song ein großer Erfolg, sondern auch der Fahrdienst, der die Heirat der beiden zur Folge hatte. Das Stück blieb für die Gruppe ein one hit wonder.

Zum zweiten Teil des Konzerts gehörten 6 Stücke mit dem
Jazzquartett Jazzperiment
mit T. Großerhode (ts), A. Wegener (p), R. Wilkes (b) und M. Schubert (dr).  Dabei   waren
„We’d rather like it cash“ (W. Engstfeld) und auch „Nowhere Man“ (John Lennon – Paul McCartney)

Mein Fazit
Ein klasse Konzert das mit viel Beifall bedacht wurde. Schade nur, dass so wenige Besucher bei freiem Eintritt in der Paul-Gerhardt-Kirche waren. Und trotzdem, so Brigitte Schelter, ist doch einiges an Spendengeldern zusammengekommen.


 

Mit japanischem Gesang gedachte Sachiko Bömer-Oshiumi den Opfern und Flüchtlingen der Fukushima-Katastrophe. Für diese wurde am vergangenen Sonntag gespendet. © Tom Schneider

Benefizkonzert für die Fukushima-Kinder in der Paul-Gerhardt-Kirche

Zum achten Mal jährt sich die Fukushima-Katastrophe. Um den dort lebenden Kindern in Erholungscamps eine lohnenswerte Freizeit zu bieten, sammelte die Deutsch-Japanische Gesellschaft Spenden.

von Tom Schneider, HELLWEGER ANZEIGER, 08.04.2019

Eine Mischung aus japanischer Jazz- und Bluesmusik gab es am vergangenen Sonntagnachmittag in der Paul-Gerhardt-Kirche zu hören. Zweck dieses Konzertes war das Sammeln von Spenden für die Aktion „Hilfe für Japan“, die den Kindern aus der Sperrzone Fukushima Erholungscamps finanziert. Organisiert wird das alles von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund (DJG).
Die Sängerin Sachiko Bömer-Oshiumi gab japanische Lieder in Erinnerung an die Opfer der Katastrophe vor acht Jahren zu Besten. Dazu gesellten sich die GSG-Big Band und das Jazztrio „Jazz Periment“. Zusammen gelang ein gelungenes Benefizkonzert und das schon zum dritten Mal – zum zweiten Mal in der Paul-Gerhardt-Kirche.
Auch die GSG-Big Band spielt beim Benefizkonzert für die Aktion „Hilfe für Japan“. © Tom Schneider

Erfolge der Spendenaktion
Während der Veranstaltung ließ man die Erfolge der Spendenaktionen Revue passieren. Dazu gehörten vor allem die Erholungscamps für Fukushima-Kinder. In einem Dankesbrief einer Mutter aus der Region hieß es sinngemäß: „Mit der Katastrophe vor acht Jahren wuchs unsere Angst. Durch die Erholungscamps konnte diese etwas genommen werden. Den Kindern ging es dadurch besser.“
Im Frühjahr 2011 war die japanische Präfektur Fukushima von einem Erdbeben, einem Tsunami und einem Atomreaktorunfall betroffen. Damit ging eine erhebliche Umweltverschmutzung einher, die sich auch auf die Bevölkerung übertrug. Der Boden und die Gewässer in dem Gebiet um das ehemalige Atomkraftwerk sind bis heute kontaminiert.

Erholungscamps kommen ins Spiel
Da kommen nun die Erholungscamps ins Spiel. Diese werden vom japanischen Partner der DJG, Kuminosato, veranstaltet. In den Schulferien wird für die Kinder Fukushimas ein ein bis zwei Wochen langer Urlaub auf der Insel Okinawa veranstaltet. In diesem Erholungscamp können die Kinder im Meer schwimmen und in Flüssen und Wäldern spielen und sie bekommen frisches regionales Essen. Vieles davon mag selbstverständlich klingen, ist aber seit dem Super-GAU in der Heimat der Kinder nicht mehr möglich. Bisher konnten sich 1650 Kinder auf Okinawa erholen.

Überdurchschnittlich viele Krebsfälle
Vor Kurzen kündigte die japanische Regierung an, man wolle die Evakuierungsgebiete bis 2020 wieder besiedeln, die Gebiete seien dekontaminiert. Allerdings ist die Verstrahlung der Region in vielen Gebieten immer noch höher als es der durchschnittliche Grenzwert erlaubt. Außerdem wären die vielen Grünflächen in der Präfektur nicht dekontaminierbar, erklärt die Vorsitzende der DJG, Yoko Schlütermann. Auch eine überdurchschnittliche Menge an Fällen von Schilddrüsenkrebs gebe es unter den Kindern Fukushimas.


 

UK

Quelle: UNSERE KIRCHE 2019-04-07


Radiointerview mit Yoko Schlütermann

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Hilfe für Kinder in Fukushima 

Vor acht Jahren gab es an der Küste Japans ein gewaltiges Erdbeben, das auch die Reaktor-Katastrophe von Fukushima ausgelöst hat. Jede Menge Radioaktivität wurde freigesetzt, über 100.000 Menschen mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Gerade die Kinder vor Ort seien immer noch besonders belastet. So sollen sie wesentlich häufiger an Schilddrüsenkrebs erkranken als anderswo. Mit ihrer deutsch-japanischen Gesellschaft will Yoko Schlütermann den Kindern in der Region helfen.

HIER GEHT ES ZUM RADIOBEITRAG:

https://www.radio912.de/artikel/hilfe-fuer-kinder-in-fukushima-99875.html


WAZ März 2019