Was bisher geschah 2018

Japanisches KIRSCHBLÜTENFEST im Rombergpark

Am 22. April fand ein japanisches Kirschblütenfest im Botanischen Garten Rombergpark statt. Der Veranstalter waren „Freunde und Förderer des Botanischen Gartens Rombergpark   e.V.“.
Das Programmangebot war viel größer und bunter geworden als vor zwei Jahren, als das Fest zum ersten Mal stattfand. Zigtausend Menschen strömten noch vor der offiziellen Eröffnung in den Park. Das Wetter machte auch mit, sommerlich warm, mindestens bis das Gewitter nachmittags über den Park zog. Aber bis dahin kamen die Besucherinnen und Besucher durchaus auf ihre Kosten. Die Kirschbäume standen in voller Pracht, die Kirschblüten- Prinzessin beglückte die Besucher, die Kimono-Modenschau und die „Taiko-Kids“, Kindertrommler, aus Düsseldorf waren, wie immer, die absoluten Attraktionen. Wir, die Deutsch-Japanische Gesellschaft Dortmund, erweiterte das Angebot neben Origamifalten mit Kalligraphie, Lesung von japanischen Märchen, Bambus- Flötenspiel und natürlich mit dem Verkauf von Yukata und Kleinartikel. Wir, insgesamt 10 Ehrenamtler, hatten beide Hände voll zu tun, um dem Kundenansturm gerecht zu werden. Das Spendenkonto unseres Projekts „Hilfe für Japan“ wuchs um 2770€. Ganz herzlichen Dank!

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Unsere stetige, starke Unterstützerin des Projekts für Fukushima-Kinder hat wieder von uns viele Yukata erworben – alles für ihre Familie und Freundinnen/Freunde.
Ganz herzlichen Dank!



Vortrag über die aktuelle Lage Fukushimas und dem Projekt „Hilfe für Japan“

Am 11. April 2018 besuchte ich die Realschule Eslohe mitten in der großartigen Natur im Sauerland, um über die aktuelle Lage Fukushimas, insbesondere über die Bewohner dort zu berichten und unser Projekt „Hilfe für Japan“ vorzustellen. Herr Peter Wiegelmann, der in Meschede eine Trommelgruppe „Senryoku“ (übersetzt Brunnen der Kraft) leitet, hat uns diese tolle Einladung vermittelt. Peter und seine Trommelgruppe gehören zu den Menschen, die unser Projekt von Anfang an unterstützten und jetzt nach 7 Jahren immer noch unterstützen. Von Herrn Uwe Guntermann, Lehrer für die Fächer Technik, Physik, Sport und Mathematik, wurde ich empfangen und in den Klassenraum geführt, in dem mich ca. 75 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen erwarteten. Die Realschule Eslohe wird seit 2014 von der Rektorin Katrin Schulte-Bärbig geleitet. Heute umfasst die Schule 480 Schülerinnen und Schüler in 18 Klassen. Die Schülerinnen und Schüler, die erst 9 Jahre alt waren, als die drei Reaktoren des AKWs Fukushima Daiichi explodierten, wussten zwar nicht so viel davon, trotzdem machen sie sich über die Sicherheit der AKWs in Deutschland und Europa Sorgen. Es ist zugunsten unseres Projekts ein Sponsorenlauf geplant, um Spenden zu sammeln. Ich sage Ihnen jetzt schon einmal „Danke!“



Benefizkonzert anlässlich 7 Jahre Fukushima

Am Sonntag, dem 18. März 2018, lud das Posaunentrio „Buccinate“ – Rima Ideguchi, Thorsten Lange-Rettich und Fabian Liedtke – zu einem kurzweiligen Benefizkonzert in die Emmaus-Kirche ein, an dem sich auch der “VOX PERPETUA Chor 14 Heiligen” mit japanischen Liedern und die Pianistin Michiko Tashiro beteiligten.

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Die Musiker baten am Ende des Konzertes um Spenden für das Projekt „Hilfe für Japan“ der Deutsch – Japanischen Gesellschaft Dortmund, Fukushima-Kindern die Teilnahme an einem Erholungsprogramm ermöglicht. Im Vorraum der Emmaus-Kirche gab es Kalligraphie und Origamifalten für Kinder und Erwachsene, sowie einen japanischen Flohmarkt mit Yukata und Kleinartikel. Dank der großzügigen Spenden von ca. 200 Besuchern und des Verkaufs wuchs der Spendenstand um 2.372 €. Das Posaunentrio „Buccinate“ hat bisher bei den jährlichen  Benefizkonzerten seit fünf Jahren insgesamt 19.865€ an Spenden gesammelt! Ganz herzlichen Dank!



Vortrag “7 Jahre Fukushima und 32 Jahre Tschernobyl”

Am 10. März 2018 fand ein Informationstag anlässlich der Katastrophe „7 Jahre Fukushima“ statt. Yoko Schlütermann, Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund, berichtete über aktuelle Situationen Fukushimas nach  Aufhebung der Evakuierungszonen anhand vieler Fotos, die sie beim Besuch im November 2017 selbst gemacht hat. Dr. Hanne Kaub von der IPPNW erläuterte gesundheitliche Gefährdung durch Strahlen. Helmut Schönig las zwei Gedichte, „Tag mit Südwind“ und „Verschwundene Stadt“ von Jotaro Wakamatsu, einem Dichter aus Minamisoma, übersetzt von Katrin Kusunoki vor. Außerdem dichtete Helmut Schönig, ehemaliger Schulleiter, nach der Veranstaltung selbst ein Gedicht über AKW (siehe unten). Das Spendenkonto wuchs um 120 EUR. Dankeschön!

Kein Grund zur Besorgnis
Fukushima:
So weit weg
und doch
so nah wie
Tihange,
ca. 70 km von Aachen entfernt.
Fukushima,
schwarze Müllsäcke
mit verseuchter Erde
am Straßenrand,
Sperrgebiete, behördlicherseits
wieder frei gegeben
trotz radioaktiver Belastung
für Mensch und Natur.
Kein Grund zur Besorgnis?
Tihange,
tausende Haarrisse
in den Reaktordruckbehältern:
„Kein Grund zur Besorgnis!“
Gehäuft Zwischenfälle,
die zu schweren Schäden
am Reaktorkern
bis hin zur Kernschmelze
führen können.
Kein Grund zur Besorgnis?
Belgiens Regierung
lässt Jodtabletten
an die Menschen verteilen,
um im Katastrophenfall
die Gefahr von Schilddrüsenkrebs
zu verringern:
„Kein Grund zur Besorgnis!“
Was,
wenn der üblicherweise herrschende Westwind
mit der nuklearen Wolke aus Tihange
Aachen, Köln, das Ruhrgebiet bedroht?
Immer noch
kein Grund zur Besorgnis?
Fukushima:
So weit weg
und doch
so nah wie
Tihange.

Fr. Lisa Bittermann hat uns aus einem Yukata Stoff verschiedene Taschen genäht mit dem Vorschlag, sie zu Gunsten unseres Projekts zu verkaufen. Zu ihren tollverarbeiteten Supertaschen schrieb sie; sie habe tatsächlich einmal überlegt, Modedesignerin zu werden, glaubt aber, dass das eher ein Hobby bleiben wird und in die Richtung Sprachen und Physik gehen wird.

Februar 2018

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