Rückblick 2013

Zwischenbericht aus Fukushima, Dezember 2013

Grüße aus Fukushima – 2 Jahre 8 Monate danach

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Am 27. November 2013 besuchte ich zum zweiten Mal nach der dreifachen Katastrophe im März 2011 Fukushima mit einer deutschen Delegation, bestehend aus 7 Mitgliedern des DJH Sachsenlandesverbandes. Es handelte sich um einen bilateralen Austausch der Fachkräfte für Jugendarbeit, der seit 37 Jahren zwischen deutschen und japanischen Regierungen stattfindet. Die Delegation besuchte u.a. Fukushima für 5 Tage. Die für das Programm in Fukushima verantwortliche Organisation ist der Fukushima JH-Verband unter dem Präsidenten Herrn Amida. Mein Besuchszweck war Fukushima-Bürgern unsere Solidarität zu erklären, indem ich darauf hinwies, dass es in Deutschland 2 Jahre und 8 Monate nach der Katastrohe immer noch Menschen gibt, die die Fukushima-Bürger nicht vergessen haben. Sie sollen sich durch die schwierige Lage nicht entmutigen lassen und Fukushima wiederaufbauen. In Deutschland gibt es nicht wenige Menschen, die für die Fukushima-Kinder weiter spenden und auch welche, die eifrig für sie Spenden sammeln. Leider konnte ich den amtlichen Gouverneur Herrn Yuji Eisaku nicht treffen, aber dem Vorstand Herrn Kobayashi und dem Abteilungsleiter Herrn Ogawa der Abteilung für Kinderpflege der Provinz Fukushima konnte ich mein Anliegen vortragen.
Am 27. abends wurden wir vom Leiter des Atoma-Jugendgästehauses, Herrn Hirano begrüßt, bei dem die Delegation 4 Nächte übernachtete. Dabei wurde mir ein Briefumschlag übergeben mit den Worten; verwenden Sie das bitte für Ihr Fukushima-Projekt. An der Rezeption des Atoma-Gästehauses befindet sich eine Spendenbox für unser Projekt. Herr Hirano leerte die Spendenbox und gab mir die Spenden, die u.a. bei einer Benefizveranstaltung anlässlich des Gedenktags eines verstorbenen Musikers gesammelt wurden, insgesamt 33.010 Yen (ca. 200 €).
Während des Aufenthalts in Fukushima konnten wir viele Einrichtungen und Menschen besuchen und viele Gespräche führen sowie 4 Grundschulen besuchen. 3 davon waren von Iitate (jetziges Sperrgebiet) nach Kawamata umgezogen. Der Unterricht findet jetzt in einem provisorischen Gebäude in der Gemeinde Kawamata statt. Außerdem fanden Gespräche mit dem Ex-Gouverneur Herrn Eisaku Sato, einer Abgeordneten der Stadt Koriyama und den Vorsitzenden des Erziehungsausschusses der Stadt Fukushima und der Gemeinde Iitate statt. Am Abreisetag nahm mich der Vorstand des Fukushima-JH Verbandes, Herr Toyoda, auf meinen persönlichen Wunsch hin nach Minamisoma mit, in der er geboren wurde und auch jetzt nach der Katastrophe noch wohnt. Er führte mich durch die Stadt- bessergesagt durch menschenleeres Sperrgebiet, durch den Tsunami zerstörte Wohn- und Wirtschaftsgebiete. Er schilderte mir die aktuellen Probleme der Stadt und was die Bürger der Stadt Minamisoma jetzt fühlen und denken. Ich bin sicher, dass ich noch Gelegenheiten haben werde, genauer darüber zu berichten.
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen, die meinen Fukushima-Besuch ermöglicht haben, vor allen Dingen dem Japanischen Jugendherbergswerk und dem Fukushima JH-Verband, für ihre großartige Unterstützung und Hilfsbereitschaft danken.

Vielen herzlichen Dank!

Yoko Schlütermann

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Zwischenbericht, Juli 2013

Wir machen weiter: Die fünfte Aktion Hilfe für Japan läuft!

Seit über zwei Jahren läuft nun das Projekt „Hilfe für Japan“, initiiert von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund. Insgesamt haben bis jetzt 450 Kinder und Jugendliche aus Fukushima an vier Feriencamps auf Okinawa teilgenommen. Ungebrochene Solidarität aus Deutschland und unermüdlicher Einsatz der Helfer in Deutschland und in Japan machen es möglich!

Zur aktuellen Lage rund um Fukushima

Die japanische Regierung gab statistische Daten über Krebsfälle von Fukushima-Kindern bekannt. Demnach wurden inzwischen bei 12 Fukusima-Kindern von den untersuchten 174.000 Kindern, die zum Zeitpunkt der Katastrophe 2011 unter 18 Jahren alt waren, Schilddrüsenkrebs festgestellt und es gibt 16 krebsverdächtige Fälle. Damit beträgt die Quote eins zu 15.000 bzw. eins zu 6.000, wenn man die Verdachtsfälle mitberücksichtigt. Bisher heiß es, dass unter normalen Lebensbedingungen 2-3 Schilddrüsen-Krebsfälle bei 1 Mio. Kindern vorkommen. Mit dem Dekontaminierungplan kommt man auch nicht weiter. Bis zum Zeitpunkt April 2013 konnten lediglich 12.2% der Wohnhäuser, 59.6% der öffentlichen Gebäude, 17.3% der Straßen, 75.4% der Reisfelder und 53.2% der Äcker in den 40 Gemeinden schwerpunktmäßig dekontaminiert werden.

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Aktuelle Schnappschüsse vom Sommercamp 2013

Das 5. Feriencamp hat begonnen: Hier geht es zum Blog der Jugendherberge Okinawa.

 Darum machen wir weiter. Nachdem das Frühlingscamp vom 23. März bis zum 4. April 2013 gut und erfolgreich verlief, findet die nächste und fünfte Aktion nun vom 26. Juli bis zum 16. August 2013 statt. Da werden 95 Kinder aus dem Katastrophengebiet nach Okinawa eingeladen. Wir bitten Sie weiterhin um Unterstützung. Den Tagesbericht über den Aufenthalt der Kinder können Sie unter dem oben genannten Link verfolgen.

Yoko & Horst Schlütermann

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 18. März 2013

Die vierte Ferienfreizeit auf Okinawa steht bevor

Es ist wieder so weit: 114 Kinder und Jugendliche aus Fukushima fliegen am 23. März zur Erholung nach Okinawa und bleiben dort bis zum 6. April. Das ist das vierte Feriencamp, das im Rahmen des Projekts „Hilfe für Japan“ der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund stattfindet. Insgesamt werden nach diesem Aufenthalt 450 Kinder/Jugendliche aus Fukushima an vier Feriencamps teilgenommen haben. Unermüdlicher Einsatz der Beteiligten und vieler selbstloser Helfer ermöglicht die Durchführung dieses Camps. Für alle Menschen vor Ort wird es wieder eine Herausforderung werden. Wir, in Deutschland, drücken die Daumen, dass es auch dieses Mal ohne nennenswerte Probleme gut verläuft und die Fukushima-Kinder mit vielen schönen Erinnerungen mit Mut und Hoffnungen in ihre Heimat zurückkehren.

 Das 4. Feriencamp hat begonnen: Hier geht es zum Blog der Jugendherberge Okinawa.

Hilfe für Japan - Frühling 2013

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